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 IMPLANTATGESTÜTZTE TELESKOPPROTHESEN.

 *  *  *  *  *  OFT DIE BESSERE LÖSUNG.

Informationen zur Versorgung zahnloser und restbezahnter Kiefer.

Teleskopkronen auf Implantaten stellen eine hervorrragende Versorgungsform für Patienten dar, die im Oberkiefer oder im Unterkiefer keine Zähne oder nur noch wenige Zähne besitzen.

Der Ersatz sitzt sehr fest und man fühlt sich sicher und kann alles kauen.. Zur Pflege der Implantate kann die Zahnreihe herausgenommen werden. So wird die Implantathygiene sehr einfach. Und die Lebensdauer der Implantate hängt sehr von ihrer Pflegbarkeit ab. Teleskopprothesen oder Teleskopbrücken verbinden also eine sehr gute Kaufunktion mit einer ausgezeichneten Langzeitprognose.

Dank innovativer Dentaltechnologie können Teleskopprothesen heute sehr schlank und elegant hergestellt werden. Der Gaumen bleibt völlig frei, Zunge oder Geschmack werden nicht eingeschränkt.

Unsere Praxis gehört zu den weltweit erfahrensten Behandlungszentren für implantatgestützte Doppelkronen. Prof. Dr. E. Frisch hat dieses Behandlungskonzept mitentwickelt, einige der ersten wissenschaftlichen Publikationen darüber erstellt und inzwischen wurden die Ergebnisse unsere Verlaufsuntersuchungen in international hochrangigen wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht.

HIER finden Sie einen Fachartikel von Prof. Dr. Frisch, der eine gute Übersicht zu Teleskopen auf Implantaten bietet.

Manche unserer Patienten tragen implantatgetragene Teleskopprothesen schon länger als 20 Jahre und habe immer noch ‚Biss‘. Darauf sind wir ein bisschen stolz…

1. Historie
2. Technische Varianten
3. Herstellung / Materialien
4. Ergebnisse wissenschaftlicher Literatur
5. Wertung
6. Literaturangaben
7. Weitere Informationen

1. Historie

Patienten mit zahnlosen Kiefern werden seit mehreren Jahrzehnten u.a. mithilfe implantatgestützter Teilprothesen versorgt. Als Befestigungstechnik der Prothesen auf den Implantaten wurden diese meist mit Stegen verbunden. Auf den Stegen wurde die herausnehmbare Prothese befestigt. Nach Konuskronen [1] und Resilienzteleskopkronen [2] wurden ab Mitte der 1990er Jahre zur Abstützung der Prothesen auf Implantaten auch Teleskopprothesen vorgeschlagen [3]. Erste Ergebnisse wurden aus der Göttinger Universitätszahnklink 1995 für den zahnlosen Unterkiefer [4] und 2000 für den zahnlosen Oberkiefer [5] vorgelegt. Inzwischen haben implantatgestützte Teleskopprothesen eine weite Verbreitung erfahren.

2. Technische Varianten der implantatgestützten Doppelkrone (Teleskopkrone)

Nach den physikalischen Grundlagen der Haftung zwischen Primär- und Sekundärkrone sind unterschiedliche Doppelkronentypen zu unterscheiden. Die klassische Teleskopkrone (Böttger, 1953) beruht auf dem Prinzip der Friktion parallelisierter Flächen [6], während die Konuskrone Körber, 1968) eine Verkeilung zweier Hülsen bewirkt [7]. Die Doppelkrone mit Spielpassung (Lehmann et al., 1988) nutzt leicht austauschbare zusätzliche Halteelemente. Eine Sonderform ist die Resilienzteleskopkrone (Lehmann, 1971). Sie überträgt kaum Kaukräfte auf die Pfeilerzähne, da vertikal ein Spielraum zwischen Primär- und Sekundärkrone eingearbeitet wird. Sie übt lediglich Halte- und Führungsfunktion aus, die Kaukräfte werden weit gehend über die Prothesensättel auf die zahnlosen Kieferabschnitte abgeleitet [8]. Später wurden auch Konusverbindungen mit Primärkronen aus Vollkeramik und einer Verankerung durch in ein Tertiärgerüst eingeklebte Galvanokappen aus Feingold (Weigl et al. 2000) vorgestellt [9].

Schemazeichnung: Doppelkrone mit Spielpassung.

Beim Einsetzen rastet eine federnd gelagerte Kugel in die entsprechende Vertiefung der Innenkrone ein. Dieses Befestigungselement kann leicht ausgewechselt werden.

Beispiel implantatgestützte Teleskopversorgung:

Ansicht der auf den Implantaten verschraubten Innenteleskope

Hier sehen Sie ein Beispiel für eine Teleskopprothese.

Beispiel implantatgestützte Teleskopversorgung:

Unterseite der gaumenfreien EST-Teleskopprothese mit Einsicht in die Außenteleskope

Beispiel implantatgestützte Teleskopversorgung:

Ansicht der eingegliederten Teilprothese

3. Zahntechnische Herstellungsvarianten/Materialien

Die hochgoldhaltigen klassischen Teleskop- oder Konuskronen werden an das Gerüst der Teilprothese angelötet. Zusätzliche Versteifungselemente (‚Transversalbügel, Sublingualbügel‘) waren nötig. Mithilfe der Einstückguss-Sekundärtechnik (EST) werden deutlich grazilere Konstruktionen möglich, im Oberkiefer meist ohne Transversal-, im Unterkiefer ohne Sublingualbügel. Hier werden das Prothesengerüst und die Sekundärkronen aus einem Material (CoCrMo-Legierung) und in einem Arbeitsgang gegossen [10,11]. Die Befestigung wird über die ‚Marburger Doppelkrone‘ dargestellt [12]. Technisch schwächende Fügestellen zwischen Prothesengerüst und Sekundärkronen existieren hier nicht mehr. Daher und auf Grund der gegenüber goldhaltigen Legierungen etwa verdoppelten Elastizitätsmodule [13] werden geringere Schichtstärken der Konstruktionen möglich. Solche Versorgungen zeigen gute Langzeitergebnisse [14] und wurden auch zur implantatgestützten Rehabilitation teilbezahnter wie zahnloser Patienten vorgeschlagen [4,5,15].

Beispiel implantatgestützte Teleskopversorgung:

Zahntechnische Herstellung eines EST-Gerüstes auf implantatgestützten Innenteleskopen (Ausschnitt)

4. Ergebnisse in der wissenschaftlichen Literatur

Zwei Übersichtsarbeiten fassen die verfügbaren Kurzzeitstudien mit positiven Ergebnissen zusammen [16,17]. Es existieren nur wenige Langzeitstudien zu implantatgestützten Teleskopprothesen. In vier Untersuchungen mit Beobachtungsdauern über 5 Jahre werden Überlebensraten von 100% für die Teilprothesen und 98-99% für die Implantate angegeben [18,19,20,21]. Eine Studie über 14 Jahre gibt Überlebensraten von 99% für die Implantate an sowie 77% für die Teleskopprothesen (23% der Teleskoprothesen mussten im Zeitraum erneuert werden) [22].

5. Wertung

Moderne Implantatsysteme mit belastbarer Verbindungsgeometrie zwischen Implantat und Aufbau erlauben eine auch langfristig erfolgreiche Konstruktion implantatgestützter Einzelteleskopkronen. Dies erweitert die planerischen Möglichkeiten für die Versorgung restbezahnter oder zahnloser Patienten, da so Implantate strategisch in die Kieferabschnitte platziert werden können, in denen sie benötigt werden. Die anatomische Positionierung der Implantatpfeiler kann sich weit gehend nach dem vorhandenen Knochenangebot richten. Dies reduziert den Operationsaufwand. Die Option der Einbeziehung natürlicher Zähne mittels Teleskopen in beliebigem Umfang kann als Vorteil implantatgestützter Teleskopprothesen gewertet werden.

Die Einstückguss-Sekundärtechnik hat konstruktive Vorteile, verursacht relativ geringe Kosten und scheint gut untersucht. Sie ermöglichte die Weiterentwicklung zur modernen implantatgestützten Teleskopbrücke.

Ansicht implantatgestützte EST-Teleskopbrücke

Literaturangaben

1 HENERS M (1986) Suprakonstruktion auf Implantaten beim zahnlosen Kiefer – Ergebnisse einer Fallkontrollstudie. Dtsch Zahnärztl 41:1184-1188.

2 KELLER U (1990) Die implantatstabilisierte teleskopierende Totalprothese. Z Zahnärztl Implantol 6:30-34.

3 FRISCH E (1993) Implantatgestützte teleskopierende Versorgung von Kiefern mit reduziertem Restzahnbestand. Zahnärztl Welt 102: 396-398

4 FRISCH E, PEHRSSON K, JACOBS HG (1995) Die implantatprothetische Versorgung des zahnlosen Unterkiefers mittels teleskopierender Konstruktionen. Z Zahnärztl Implantol 11: 63-67

5 FRISCH E (2000) Die implantatgetragene teleskopierende Brücke. Vorstellung eines Versorgungskonzeptes für den zahnlosen Oberkiefer. Quintessenz 8: 785-792

6 BÖTTGER H. Die prothetische Versorgung des Lü̧ckengebisses mit Teleskopprothesen. Zahnärztl Rundsch 1953; 62:18-23

7 KÖRBER KH. (1968) Konuskronen – ein physikalisch definiertes Teleskopsystem. Dtsch Zahnärztl Z 67:619-630

8 LEHMANN KM. (1971) Untersuchungen über die Haltekraft von Verbindungselementen mit „aktiver“ Haltefunktion. Dtsch Zahnärztl Z 26:764-767

9 WEIGL P, HAHN L, LAUER HC (2000) Advanced biomaterials used for a new telescopic retainer for removable dentures. J Biomed Mater Res 53: 320-336

10 FELDESZ G (1995) Teleskopierende Rekonstruktionen in der Einstückguss-Sekundärtechnik. Dent Labor 43: 1625-1632

11 LEHMANN KM, GENTE M, WENZ HJ (1996) Konzept zur Versorgung des Lückengebisses mit „doppelkronenverankerten“ Teilprothesen. Zahnärztl Welt 105: 257-265

12 WENZ HJ, LEHMANN KM (1998) A telescopic crown concept for the restoration of the partially edentulous arch: The Marburg Double Crown system. Int J Prosthodont 11: 541-550

13 O’BRIAN WJ (1997) Dental Materials and their selection 2. Ed. Quintessence, Chicago

14 WENZ HJ, HERTRAMPF K, LEHMANN KM (2001) Clinical longevity of removable partial dentures retained by telescopic crowns: outcome of the double crown with clearance fit. International J Prosthodont 14: 207-213

15 MENGEL R, LEHMANN KM, METKE W, WOLF J, FLORES-DE-JACOBY L (2002) A telescopic crown concept for the restoration of partially edentulous patients with aggressive generalized periodontitis: two case reports. Int J Periodontics Restorative Dent 22: 129-137

16 Koller B, Att W, Strub JR. Survival rates of teeth, implants, and double crown-retained removable dental prostheses: a systematic literature review. Int J Prosthodont 2011;24:109-117.

17 Verma R, Joda T, Brägger U, Wittneben JG. A systematic review of the clinical performance of tooth-retained and implant-retained double crown prostheses with a follow-up of >/= 3 years. J Prosthodont 2013;22:2-12.

18 Frisch E, Ratka-Krüger P, Wenz HJ. Unsplinted implants and teeth supporting maxillary removable partial dentures retained by telescopic crowns: a retrospective study with >6 years of follow-up. Clin Oral Implants Res 2014 Apr 16 [Epub ahead of print].

19 Frisch E, Ratka-Krüger P, Lehmann KM. Implantatgestützter doppelkronenverankerter Zahnersatz im zahnlosen Unterkiefer: Ergebnisse einer retrospektiven 8-Jahres-Studie. Z Zahnärztl Impl 2014;30:113-127.

20 Frisch E, Ziebolz D, Ratka-Krüger P, Rinke S. Double crown-retained maxillary overdentures: 5-year follow-up. Clin Implant Dent Relat Res 2013 May 16 [Epub ahead of print].

21 Rinke S, Ziebolz D, Ratka-Krüger P, Frisch E. Clinical outcome of double crown-retained mandibular removable dentures supported by a combination of residual teeth and strategic implants. J Prosthodont 2014 [Epub ahead of print].

22 Frisch E, Ziebolz D, Rinke S. Long-term results of implant-supported over-dentures retained by double crowns: a practice-based retrospective study after minimally 10 years follow-up. Clin Oral Implants Res 2013;24:1281-1287.

7. Weitere Informationen

Für weitere Informationen zu implantatgestützte Teleskopprothesen besuchen Sie http://www.implantat-wissen.de/loesungen/zahnloserkiefer/teleskopversorgung/index.php oder http://www.thanksdoc.de/teleskopkrone

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Unsere Praxisräume befinden sich unweit von Kassel in Nordhessen.
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